Von Tieren und Hexen

08:00 - 08:45 // Unheimlicher Teich
Natur + Umwelt, F/L 2019
Regie: Dominique Hennequin
In Tümpeln und Teichen, da hausen die Hexen - so sagt es zumindest der Volksglaube. Es heißt, sie trieben dort ihr höllisches Spiel mit dem Teufel. Ebenso werden Tiere, die in Kleinstgewässern ihren Lebensraum finden, in zahlreichen Legenden mystifiziert. Doch die Lebenswirklichkeit von Kröten, Fledermäusen und Nattern hat mit diesen abergläubischen Vorstellungen wenig gemein. Die blühende Realität ist weitaus faszinierender. ARTE nimmt die Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise an den Teich. Die Kröte spürt, wenn es Zeit wird, zu ihren Laichgewässern aufzubrechen. Sie marschiert nachts und orientiert sich dabei am Magnetfeld der Erde. In der Mythologie wird ihr nachgesagt, sie sei eine Kreatur des Teufels, Sinnbild der Hexenkunst und habe magische Heilwirkungen. Die Fledermaus kennt nur die dunkle Nacht; ihre Tage verbringt sie kopfüber hängend und verbirgt ihr dämonisches Wesen unter ihren ledrigen Flügeln. Obwohl der Flug der Fledermaus von großer Eleganz ist, macht das Tier, halb Maus, halb Vogel, den Menschen Angst - vor allem, da sie stets geräuschlos auftaucht. Die Ringelnatter hört weder Kröte noch Fledermaus, denn sie ist taub. Allerdings verfügt sie über einen ausgezeichneten Geruchssinn und spürt Schwingungen. Ihre Geräuschlosigkeit und Diskretion haben die Fantasie der Menschen angeregt und ihren Aberglauben genährt. So erzählt eine bretonische Legende, dass der Teufel die Natter formte, während Gott den Aal schuf. Laut Bibel sei sie zum Kriechen verdammt, weil sie einst Eva in Versuchung geführt habe.