Im Brennpunkt

21:55 - 22:30
Dokumentation, A 2018
Bei der Parlamentswahl in Polen im Oktober 2019 geht die national-konservative Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) klar als Sieger hervor. Die Regierungspartei kann ihren Vorsprung auf 43,6 Prozent der Stimmen ausbauen. Und das, obwohl Europa nach den Entwicklungen der vergangenen Jahr mehr als besorgt ist über die junge Demokratie. 2015 kam die PiS in Polen an die Macht. Parteichef Jaroslaw Kaczynski entmachtete daraufhin das Verfassungsgericht, brachte die Justiz auf Staatskurs und verstaatlichte die Medien. Das Land ist so gespalten wie nie zuvor. Wer die Politik der regierenden Partei kritisiert, gilt regierungsoffiziell als "Pole minderer Sorte" und als Verräter. Viele Menschen fühlen sich an kommunistische Zeiten erinnert. Kaczynskis erklärtes Ziel ist eine neue polnische Republik, die sich von Westeuropa und auch von Deutschland abwendet und einen Nationalstaat mit sozialistischen Zügen schaffen will.