Mexiko - Die Wächter des Waldes

15:25 - 16:20
Natur + Umwelt, USA 2018
Regie: Tessa Moran, Ben Crosbie
In einem Wald in Zentralmexiko tummeln sich Millionen von Monarchfaltern. Dicht gedrängt sitzen sie auf den Ästen der Bäume, die sich unter ihrem Gewicht biegen, und lassen den Wald in hellem Orange erstrahlen. Jahr für Jahr unternehmen die Wanderfalter eine gefährliche Reise, auf der sie bis zu 5.000 Kilometer zurücklegen. Sie fliegen aus den USA und Kanada nach Mexiko, um dort zu überwintern. Im Frühling kehren sie für acht Monate nach Nordamerika zurück, um sich kurz vor Wintereinbruch wieder nach Mexiko aufzumachen. In jüngster Vergangenheit ist die Monarchfalter-Population allerdings drastisch geschrumpft. Vor 20 Jahren waren es eine Milliarde Exemplare. Heute sind es nur noch 33 Millionen. Die Einwohner des Dorfes Donaciano Ojeda suchen nachhaltige Lösungen für die Zukunft ihrer Gemeinde. Ihr traditionelles Siedlungsgebiet liegt im Biosphärenreservat der Monarchfalter. Lange Zeit lebten sie vom Abholzen und Verkauf der Bäume. Heute setzen sie sich entschlossen für den Erhalt der Wälder ein - schließlich ist es der einzige Reichtum, den sie besitzen. Die Dokumentation begleitet Santos, einen Avocado-Bauern, und Aristeo, der Bäume pflanzt und gerne philosophiert. Sie erzählen ihre Lebensgeschichte, sprechen über die Pläne der Gemeinde angesichts drohender illegaler Abholzung und erklären, wie die Bewohner des Dorfes mit ihren Zukunftsängsten umgehen. Die Dreharbeiten erstreckten sich über einen Zeitraum von drei Jahren. Auf berührende Weise zieht die Dokumentation eine Parallele zwischen dem bedrohten Leben der Monarchfalter und der indigenen Dorfgemeinde, die ihren Wald einst beinahe zerstörte, heute aber alles daransetzt, ihn zu bewahren.