Jamies Wohlfühlküche - Essen, das glücklich macht

08:45 - 09:35 // Eine kulinarische Weltreise
Kochshow, GB 2014
Regie: Mike Matthews
Die Digitalisierung ist einer der größten Umbrüche in der Geschichte der Menschheit. Wie werden neue Technologien und die KI-Forschung das Berufsleben und den Wert der Arbeit verändern? Diese und andere Fragen der Digitalisierung diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen Kerstin Jürgens, Professorin für Mikrosoziologie, Edmund Wascher, Professor für Ergonomie sowie Katharina Anna Zweig, Professorin für theoretische Informatik. Nach und nach erfolgt die Digitalisierung in fast allen Lebensbereichen. In der Arbeitswelt werden in der Produktion und Logistik schon seit vielen Jahren programmierte Industrieroboter und Automatisierungsprogramme verwendet. Der Einsatz von neuen Technologien beschleunigt in der industriellen Produktion die Abläufe und steigert die Produktivität. Körperlich anstrengende Arbeiten werden zunehmend durch Maschinen ersetzt. Diese Errungenschaften eröffnen verschiedene Perspektiven für die Gestaltung von neuen Tätigkeitsfeldern. Längst hat der digitale Umbruch auch die Versicherungs- und Finanzbranche sowie Verwaltungen und Ämter erreicht. Mit dem gigantischen Anstieg von Daten, Speicherkapazitäten und Hochleistungsrechnern entstehen immer präzisere Algorithmen, fortschreitende Modelle für das maschinelle Lernen und komplexere Formen für Anwendungen der künstlichen Intelligenz. Die digitale Transformation erfüllt immer mehr unterschiedliche Funktionen in der ausdifferenzierten, arbeitsteiligen Gesellschaft. Die Spannbreite reicht von Mustererkennung über Prognosen bis hin zu Entscheidungen, deren Datenmengen nur noch von Maschinen zu bewältigen sind. Welche Rolle werden künftig Menschen in einer hoch technisierten, vernetzten Arbeitswelt spielen? Wie wird der Wert der Arbeit im nächsten Jahrzehnt aussehen? Werden sich die digitalen Veränderungen auf die Löhne auswirken? Verdrängt die Automatisierung in den Finanz- und Dienstleistungssektoren die Sacharbeiter? Droht eine Massenarbeitslosigkeit, oder entstehen ganz neue Berufszweige? Und welche Auswirkungen haben die Mensch-Maschinen-Interaktionen auf die Psyche, das Gehirn und die Verhaltensweisen der Menschen? Anlässlich des NeuroForums der Hertie-Stiftung in Frankfurt am Main beschäftigen sich Gert Scobel und seine Gäste mit den Auswirkungen der radikalen Umwälzungen in der Arbeitswelt auf den Einzelnen und die Gesellschaft. Kerstin Jürgens studierte Soziologie, Politikwissenschaft, Romanistik und Pädagogik an der Philipps-Universität Marburg. Von 2006 bis 2008 hatte sie eine Vertretungsprofessur an der Leibniz Universität Hannover. Seit 2008 ist sie Professorin an der Universität Kassel und Leiterin des Fachgebiets Mikrosoziologie. Aktuelle Forschungsvorhaben zielen unter anderem auf die Untersuchung des digitalen Wandels in der Gesellschaft. Edmund Wascher arbeitete in der Lübecker Klinik für Neurologie und als wissenschaftlicher Assistent in der klinischen Psychologie an der Universität Tübingen. Von 2000 bis 2004 war er Nachwuchsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in München. Seit 2004 ist er Professor für Ergonomie an der TU Dortmund. Zu seinen Arbeitsgebieten zählen unter anderem Grundlagen menschlicher Informationsverarbeitung sowie visuelle Wahrnehmung und Neurophysiologie kognitiver Prozesse. Katharina Anna Zweig studierte Biochemie sowie Bioinformatik und promovierte im Fach Informatik an der Universität Tübingen. Seit 2012 hat sie einen Lehrstuhl an der TU Kaiserslautern. Sie gründete dort den Studiengang "Sozioinformatik", in dem es um die Frage geht, wie IT-Systeme und Gesellschaft miteinander interagieren und sich gegenseitig in ihrer Entwicklung beeinflussen. Zweig ist als Expertin für verschiedene Bundesministerien tätig und ist Mitglied der Enquete-Kommission des Bundestages zum Thema "Künstliche Intelligenz".