Götter der Berge

03:10 - 03:50
Archäologie, A 2010
Markante Berggipfel galten bei vielen Völkern und Kulturen als Wohnsitze der Götter. Der Film stellt solche Plätze und Heiligtümer vor, zeigt berühmte Orte und reichhaltige Funde. Beispielsweise Brandopferplätze, an denen Weihgaben, Votivfigürchen, Tiere und mitunter auch Menschen geopfert wurden. Besonders im Bereich der Südalpen sind sie anzutreffen und verweisen auf Zeremonien aus vorchristlicher und prähistorischer Zeit. Viele solcher Plätze wurden später vom Christentum vereinnahmt und zu Verehrungsstätten christlicher Heiliger umfunktioniert. Auf ihren langen und beschwerlichen Reisen quer durch die Alpen haben Menschen an vielen Passübergängen innegehalten, um den Göttern durch ein Opfer zu danken und um eine gute Heimkehr zu bitten. Vorchristliche Götterwelten rund um den Triglav in Slowenien, den Großglockner in Kärnten oder den Schlern in Südtirol werden wieder lebendig. Besucht werden heilige Plätze und mystische Orte, Knochengräber kultischer Opferrituale wie in Kals am Fuße des Großglockners oder in der Durezza-Höhle im Dobratsch sowie Kultstätten am Hemmaberg bei Globasnitz, im "Heiligen Winkel" bei Bozen und in Maria Weißenstein. "Das magische Dreieck" der Berge zieht dort noch heute große Ströme von Gläubigen an.