Lucky Luke

06:20 - 07:15 // Unser liebster einsamer Cowboy
Film + Theater, F 2016
Regie: Guillaume Podrovnik
Lucky Luke erblickte 1946 das Licht der Welt - noch bevor Maurice de Bevere alias Morris für sein Studium sechs Jahre nach New York ging. Ursprünglich war Lucky Luke ein frustrierter und brutaler Cowboy, eine Figur, wie sie das Publikum jener Zeit aus den US-Western im Kino kannte. Western waren Mitte der 40er Jahre noch so exotisch und aufregend wie "Star Wars" für spätere Generationen. Erst als sich René Goscinny der Handlung annahm, zeichneten sich erste Erfolge ab. Goscinny unterstützte Morris dabei, ein völlig neues Genre zu entwickeln, das den parodistischen Humor von Erwachsenen-Comics wie "Mad" mit Abenteuergeschichten für Kinder verband. Da sich die Geschichten um Lucky Luke auf verschiedenen Ebenen lesen lassen, sprechen die Lucky-Luke-Alben Erwachsene und Kinder bis heute gleichermaßen an. In seinem Porträt des Cowboys, der noch immer "schneller zieht als sein Schatten", blickt Guillaume Podrovnik auf Lucky Lukes Anfänge zurück: Angefangen bei der Tatsache, dass sich sein geistiger Vater und Schöpfer Morris Anfang der 30er Jahre für die Stummfilmwestern des Schauspielers Tom Mix begeisterte und dass er als junger Mann von Kinoklassikern wie "Ringo" geprägt war. Außerdem beleuchtet die Dokumentation Morris' Idealbild von Amerika und seine erste Reise in die USA bis hin zu seinem Kampf gegen die Zensur, die ihn immer wieder gezwungen hatte, Szenen abzuändern.