14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs

23:10 - 23:55 // Die Entscheidung
Zeitgeschichte, F/D 2014
Im Frühjahr 1918 soll eine letzte große Offensive die Entscheidung herbeiführen. Doch auch dieser Angriff scheitert. Die deutschen Truppen sind am Ende ihrer Kräfte. Der Erste Weltkrieg hinterlässt Millionen Tote - und einen zerstörten Kontinent. Es gelingt nicht, mit dem Versailler Friedensvertrag dauerhaft Frieden zu stiften. Gefühle von Rache und Trauer bleiben und werden bald zu einem weiteren Weltkrieg führen. Elfriede Kuhr arbeitet in einem Säuglingsheim und muss dort mit ansehen, wie immer mehr Babys unter Mangel und Hunger leiden. Ein Kind stirbt in ihren Armen. Als ihr Lehrer die Klasse auf eine erneute Offensive einschwören will, hat sie genug. Sie verlässt die Schule und kümmert sich um ihre kranke Großmutter. Voller Angst erwartet sie das Ende des Krieges. Am Grab ihres geliebten Leutnants erkennt sie, dass der Krieg, der so viele Opfer gekostet hat, sinnlos gewesen ist. Charles Edward Montague arbeitet im Hinterland der Front als Chefzensor für den britischen Geheimdienst. Als die Deutschen vorrücken, scheint für ihn endlich die Zeit gekommen, sich als Frontsoldat zu bewähren. Nach der gescheiterten Großoffensive der Deutschen führt er Fotoreportern gefangene deutsche Soldaten vor. Dabei bemerkt er, wie überheblich die Sieger mit den Besiegten umgehen. Er sieht darin eine große Gefahr für die Zukunft. Ernst Jünger kämpft mit seinen Männern noch immer an der Westfront. Doch die Lage wird mit jedem Tag aussichtsloser. Es wird immer schwieriger, die Soldaten am Kämpfen zu halten. Dennoch treibt er seine Männer immer wieder voran. Am Ende ist seine ganze Kompagnie aufgerieben - alle sind tot oder übergelaufen. Nachdem er selbst schwer verwundet wird, kehrt Jünger nach Deutschland zurück. In der Heimat muss er erkennen, dass die Revolution das Land verändert hat. In Russland fegen die beiden Revolutionen von 1917 die alten Eliten und den Zar hinweg. Als zarentreue Kosakin wird Marina Yurlova von den Bolschewiki gefangen genommen. Täglich hört sie, wie Zellennachbarn abgeholt und im Gefängnishof erschossen werden. Als sie fast jede Hoffnung aufgegeben hat, wird sie von weißrussischen Truppen befreit und kann fliehen. Sie rettet sich ins Ausland. Der Krieg hat ihr alles genommen. Die Doku-Drama-Serie "14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs" zeichnet ein neues Bild dieser "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts. Sie erzählt die Geschichte des Ersten Weltkriegs aus der Perspektive ausgesuchter Zeitgenossen, die ihre Erlebnisse in Tagebüchern, Aufzeichnungen und Feldpostbriefen festgehalten haben. Diese Menschen sind keine Kriegsherren und Staatenlenker, sondern einfache Soldaten, Frauen, Jugendliche und Kinder. Ihre Erlebnisse sind in aufwendigen Dramaszenen nachgestellt. Inszeniert wurde ausschließlich, was die Erzähler in ihren Tagebüchern und Briefen festgehalten haben. Diese persönlichen Schicksale sind in dokumentarische Filmsequenzen eingebettet, die vor allem aus zeitgenössischem Film- und Fotomaterial bestehen.