Klöster Europas - Zeugen des Unsichtbaren

13:25 - 14:10 // Wege der Wallfahrt
Kirche + Religion, F 2018
Regie: Marie Arnaud, Jacques Debs
Wallfahrten führten Pilger einst durch ganz Europa. Das Kloster der heiligen Nino in Georgien wird von Schwestern geleitet, welche die Klosteranlage an dem von Kommunisten verwüsteten Ort wieder restauriert haben. Mittlerweile ist seine als heilig geltende Quelle wieder ein bedeutendes Wallfahrtsziel. Mutter Theodora stammt aus einer aristokratischen Familie in Tiflis. Für ihre Eltern, ausgebildete Wissenschaftler, war die Entscheidung der Tochter für das Klosterleben ein harter Schlag. Heute zieht es junge Künstlerinnen, Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Verlegerinnen in Theodoras Orden. Europas bedeutendster Wallfahrtsort ist Santiago de Compostela. Junge Menschen aus aller Welt pilgern in den Nordwesten Spaniens, um in der Kathedrale den berühmten Botafumeiro schwingen zu sehen, den Victor Hugo als "König der Weihrauchfässer" beschrieb. Das Stift Altenburg in Österreich ist bekannt für seine außergewöhnliche Bibliothek und die bemalte Krypta. Von ihren romanischen Fundamenten bis hin zum barocken Büchersaal erzählt diese Klosteranlage viel über europäische Geschichte. Zeit ist für Pater Michael das größte Geschenk, das die Mönche den Pilgern machen. Als polnisches Nationalheiligtum gilt schließlich die Schwarze Madonna von Tschenstochau in Jasna Góra, zu der alljährlich vier Millionen Menschen pilgern. Beim Öffnen und Schließen des Vorhangs, der die wundertätige Ikone verhüllt, spielen Bläser eine Fanfare für die "Königin Polens".