Happiness

22:25 - 23:40
Gesellschaft + Soziales, F/FIN/BHU 2013
Regie: Thomas Balmès
Der kleine Mönch Pyangke ist noch nie aus seinem Dorf in Bhutan herausgekommen. Gehorsam lernt er im Kloster lesen und schreiben und betet seine Psalme. Da bricht die Moderne in sein Leben. Eines Tages wird eine Straße gebaut, und das Dorf bekommt Strom. Pyangkes Onkel beschließt, in Thimpu einen Fernseher zu kaufen. Auf seinen dreitägigen Marsch nimmt er ein Yak mit, das er verkaufen will, um den Apparat zu bezahlen. Auch Pyangke geht mit. Er hat schon lange von der großen weiten Welt geträumt. In der Stadt will er seine Schwester besuchen, die dort in einem Büro arbeitet. Mit großen Augen bestaunt Pyangke das bunte Treiben in der Stadt: die Autos, den Straßenverkehr, den chinesischen Schnickschnack in den Schaufenstern und die Süßigkeiten. Nach mühsamer Suche findet er endlich seine Schwester, die inzwischen Tänzerin in einem Volkstanzensemble geworden ist. Nach einigen traumhaften Tagen kehren Pyangke und sein Onkel mit dem Fernseher ins Dorf zurück. Wie werden die Bewohner auf die Bilderflut reagieren, die mit 46 Programmen über sie hereinbricht? 1999 hielt der bhutanische König Jigme Singye Wangchuck eine berühmte Rede, in der er die Nutzung von Fernsehen und Internet in seinem Land nicht nur billigte, sondern als den Beginn einer neuen Ära pries. Gleichzeitig warnte er jedoch die Jugend mit den Worten "Fernsehen und Internet haben Inhalte, die zugleich schädlich und nützlich für euch und euer Land sein können. Daher seid vorsichtig und wählerisch bei der Benutzung dieser neuen Ressourcen." Der Film wurde 2014 auf dem "Sundance Film Festival" mit dem "World Cinema Cinematography Award" für Dokumentarfilme ausgezeichnet.