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Guardians of the Galaxy

03:00 - 04:55
Actionfilm, USA 2014
Regie: James Gunn
Mit: Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Lee Pace, Glenn Close, Benicio Del Toro, John C. Reilly, Djimon Hounsou, Michael Rooker
Science-Fiction-Spektakel, Actioner und Komödie - "Guardians of the Galaxy" ist ein knallbunter Genre-Mix, der auf einer Comic-Reihe aus dem Hause Marvel basiert.

Plot

Peter Quill (Chris Pratt, "Fast Verheiratet") hatte nicht gerade eine Bilderbuch-Kindheit. Sein Vater nahm Reißaus, seine Mutter starb an Krebs, und dann wurde der Kleine auch noch von Außerirdischen entführt. Mehr als zwanzig Jahre später ist aus Quill ein großmäuliger Weltraumpirat geworden, der sich recht unbescheiden den Namen Starlord verpasst hat. Mit der Erde verbinden ihn nur noch eine Handvoll Erinnerungen und ein Mixtape mit Hits aus den Achtzigern, das er auf Endlosschleife über seinen Walkman hört.

Als sich Quill ein wertvolles, lange verschollenes Artefakt aneignet, landet er auf dem Radar eines besonders üblen Zeitgenossen - Ronan (Lee Pace, "Der Hobbit: Smaugs Einöde") befehligt eine riesige Kriegsflotte und steht in Diensten des Superschurken Thanos (Josh Brolin, "Men in Black III"). Um das Artefakt wiederzubeschaffen, hetzt er Quill die grünhäutige Killerin Gomora (Zoe Saldana, "Auge um Auge") auf den Hals. Neben ihr haben es auch die Kopfgeldjäger Rocket (im US-amerikanischen Original gesprochen von Bradley Cooper) und Groot (O-Ton-Stimme von Vin Diesel) auf den draufgängerischen Abenteurer abgesehen.



Als Quill auf seine Verfolger trifft, kommt es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung, die sie alle ins Gefängnis bringt. Widerwillig arbeiten die vier zusammen, um aus der intergalaktischen Haftanstalt auszubrechen und lernen dabei den mukelbepackten Alien Drax (Dave Bautista, "Riddick") kennen. Jeder von ihnen hat eigene Beweggründe, das Geheimnis des mysteriösen Artefakts zu lüften, hinter dem Ronan und Thanos her sind. Als klar wird, welche Gefahr der Gegenstand in sich birgt, gibt es für Quill und Co. jedoch nur noch ein Ziel: Die Galaxie zu beschützen.

Gelungenes Wagnis, großes Popcornkino

Dass "Guardians of the Galaxy" trotz der geringen Auflage und vergleichsweise kleinen Fanbase der gleichnamigen Comic-Reihe als Blockbuster konzipiert wurde, hat sich das Attribut "gewagt" verdient. Gleiches gilt für die (goldrichtige) Entscheidung, die Hauptrolle mit dem relativ unbekannten Chris Pratt zu besetzen. Das Risiko zahlte sich aus! Bereits vor seinem Österreich-Start ist "Guardians of the Galaxy" der international erfolgreichste Film des Sommers. Und davon abgesehen auch ein grandioses Kinovergnügen...

Dass die "Guardians of the Galaxy"-Comics nicht mit der Popularität von "X-Men", "Spider-Man" und Konsorten mithalten können, ließ zwar Sorgen über das Einspielergebnis der Verfilmung aufkommen, verschaffte Regisseur und Drehbuchautor James Gunn ("Slither", "Movie 43") aber auch einen gewissen Handlungsspielraum. Ohne eine gewaltige Fanmeute im Nacken durfte er sich Freiheiten in der Umsetzung der "Guardians" erlauben.

Unter Gunns Ägide wurde der Film zu einem actionreichen, äußerst kurzweiligen Sci-Fi-Abenteuer, dass vor Songs aus und Anspielungen auf die Achtziger (dem Jahrzehnt, in dem Quill entführt wurde) nur so strotzt. Gemeinsam mit einer munter vor sich hin sprudelnden Handlung und herrlich widerborstigen doch zutiefst sympathischen Charakteren, macht das am Ende hervorragendes Popcornkino mit hohem Spaßfaktor und Sequel-Garantie.

"Guardians of the Galaxy" startete am 28. August in den österreichischen Kinos. (ppstv)