Servus Reportage

00:40 - 01:20
Gesellschaft + Soziales, A/D 2019
Galtür, 23. Februar 1999. Das Paznauntal befindet sich im Ausnahmezustand. Seit Ende Jänner schneit es ununterbrochen, sechs Mal so viel wie im hundertjährigen Mittel. Um 16 Uhr geht eine Lawine von circa 400 Metern Breite auf Galtür ab, sie kostet 31 Menschen das Leben. Ein heftiger Schneesturm lässt Hubschrauberflüge nicht zu. Die Einheimischen und Touristen sind bei der Suche nach Verschütteten auf sich alleine gestellt. Mit Sonden und Schaufeln suchen sie nach den Verschütteten, für die Geborgenen wird ein Notlazarett eingerichtet. Erst am nächsten Morgen kommt Hilfe von außen. Am 24. Februar die nächste Katastrophe: In Valzur, unweit von Galtür, geht eine weitere Lawine ab, sieben Menschen sterben. Doch durch den Einsatz von mutigen Helfern und Piloten, können auch hier Lebende geborgen werden. Zwanzig Jahre nach dem Lawinenunglück von Galtür soll die Reportage nicht nur die dramatischen Stunden des Katastropheneinsatzes in Erinnerung rufen, sondern darüber hinaus die Entwicklung seither nachzeichnen. Wie sind die Einwohner von Galtür mit diesem Schicksalsschlag umgegangen? Wie hat man den plötzlichen Tod von Mitbürgern und Gästen verarbeitet? Was haben die Rettungskräfte aus diesem Einsatz gelernt? Ein wichtiger Punkt sind die Verbesserungen im Lawinenschutz, die aus Anlass der Katastrophe von Galtür gesetzt wurden: Stahlschneebrücken, Dämme und verstärkte Mauern in den Häusern sorgen dafür, dass Galtür heute mit den höchsten Lawinenschutz im alpinen Raum bietet.