Die Prinzessin von Montpensier

13:45 - 16:00
Historienfilm, F/D 2010
Regie: Bertrand Tavernier
Mit: Mélanie Thierry, Lambert Wilson, Gaspard Ulliel, Grégoire Leprince-Ringuet, Raphaël Personnaz, Michel Vuillermoz, Philippe Magnan, Florence Thomassin, Christine Brücher
Umbruch und Gewalt beherrschen das 16. Jahrhundert in Frankreich: Die Hugenotten, die der calvinistischen Lehre folgen, werden von den Katholiken verfolgt. Es ist aber nicht nur ein religiöser Krieg, sondern auch ein politischer Kampf um Macht. Ehen werden in diesen Zeiten nicht aus Liebe geschlossen, sondern dienen zur Machterhaltung. Deswegen soll Marie de Mézière den Prinzen Philippe de Montpensier heiraten. Da sie bereits in Herzog Henri de Guise verliebt ist, geht sie nur widerwillig dem Wunsch ihrer Mutter nach und heiratet den Prinzen. Philippe muss an einem Feldzug teilnehmen und ist für längere Zeit abwesend. Währenddessen soll der desertierte François de Chabannes, der auf seinem Hof Zuflucht findet, Marie in Latein unterrichten. Auf ihr Drängen hin bringt er ihr auch das Schreiben bei. Darüber ist ihr Gemahl bei seiner Rückkehr empört, da er befürchtet, dass sie einem heimlichen Verehrer Briefe schreibt. Als der Herzog d'Anjou an den Hof kommt, ist dieser ebenfalls von Marie angetan. Der Herzog befürchtet eine Liaison zwischen ihr und seinem Begleiter: Henri de Guise. Sie streitet den Vorwurf einer Verbindung ab. Aber Henri und Marie kommen sich näher, was wiederum zum Duell mit Philippe führt "Die Prinzessin von Montpensier" changiert elegant zwischen actionreichen Kämpfen und zwischenmenschlichen Annäherungen. Darin wird die Geschichte einer emanzipierten Frau verwoben, die sich über die Gepflogenheiten ihrer Zeit hinwegsetzt, was den Film in seiner Komplexität von gängigen Historienfilmen abhebt.