Servus Reportage

15:05 - 16:05
Gesellschaft + Soziales, A/D 2019
Pilgern und Wallfahren - beide Begriffe stehen für eine "religiöse Reise", besitzen aber einen entscheidenden Unterschied: Wenn wir vom Pilgern sprechen, ist das Ziel das Gehen des Weges selbst. Die spirituellen Erfahrungen, die man auf der Reise machen durfte, sollen den Pilger zu sich selbst finden lassen. Bei der Wallfahrt hingegen handelt es sich um eine konkrete Reise, die Menschen mit einem bestimmten Anliegen (oft der Wunsch auf Heilung und dgl.), zu einem besonderen (religiösen) Ort unternehmen. Pilgern und Wallfahren sind in unseren Zeiten voller Leistungsdruck und Burn-Out-Gefahren populärer denn je und das nicht nur bei gläubigen Menschen. Dabei stellen sich mehrere Fragen: Warum Pilgern, warum Wallfahren? Wie wichtig ist dabei die Religiosität? Was gibt es zu erleben? Was erhofft man sich? Lohnen sich die Strapazen? Ist so eine Reise minutiös geplant oder lässt man sich treiben? Schläft man in Zelten, oder doch im Hotel? Ist dies ein Erlebnis, das man mit anderen Menschen beschreitet, oder doch am besten alleine?