Das Ende von Eden

22:25 - 23:49
Gesellschaft + Soziales, F 2017
Regie: Angus MacQueen
Noch immer gibt es Menschen, die ohne jeden Kontakt zur Zivilisation im Amazonasgebiet leben. Im Juni 2014 wurden Bilder von jungen Männern des Sapanahua-Stammes im Internet verbreitet. Sie suchten erstmals Kontakt zur Außenwelt und wollten aus den Tiefen des Regenwalds fliehen. Der Dokumentarfilm fragt nach den Gründen und zeigt, dass das Leben im vermeintlichen Paradies fernab moderner Zivilisation höchst entbehrungsreich und gefährlich ist. Dem ersten ausländischen Kamerateam überhaupt gelangen Aufnahmen nahe Simpatia am Oberlauf des Amazonas, wo auch der erste Kontakt mit den Ureinwohnern gefilmt wurde. Die beiden Stammesführer namens Xina und Shirimaku gewähren exklusiven Zugang zu ihrer Welt. Das Team durfte sie und die anderen Mitglieder des Sapanahua-Stammes in der neuen provisorischen Siedlung besuchen, in der sie nach ihrer ersten Kontaktaufnahme gezogen sind. Das Projekt findet unter der Aufsicht der brasilianischen Behörde zum Schutz der indigenen Bevölkerung FUNAI statt. FUNAI-Mitarbeiter versorgen die Indigenen auch mit Kleidung, Werkzeugen und Medizin. Der Dokumentarfilm "Das Ende von Eden" von Angus McQueen zeigt die Assimilierung der letzten "unkontaktierten" Menschen auf unserem Planeten. Er belegt die archaischen Lebensumstände der isolierten Stämme in den entlegenen Teilen des Amazonasgebiets an der Grenze zwischen Brasilien und Peru und die Konflikte, die entstehen können, wenn "Unkontaktierte" auf "Zivilisierte" treffen.