Servus Reportage

10:30 - 11:25
Gesellschaft + Soziales, A/D 2019
Im September 2011 führt ein Fehler in einem Umspannwerk zu einem Stromausfall. Mehr als Drei Millionen Amerikaner müssen ohne Strom auskommen. Innenstädte bleiben Dunkel, Flugzeuge können nicht starten und ein Volk irrt im Gänsemarsch durch die Finsternis. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist lahm gelegt. Doch was passiert, wenn der Strom länger wegbleibt, wenn wir in Österreich einen überregionalen Blackout erleben? Viele Experten befürchten katastrophale Folgen. Denn mit dem Strom verabschieden sich binnen Minuten auch die Wasserversorgung, Fernsehen, Mobilfunknetze, Internet und Ampelanlagen. Elektrische Türen bleiben geschlossen. Lifte bleiben stecken. Nach 24 Stunden verstopfen die Verkehrswege durch Autos, denen das Benzin ausgegangen ist. Nach 48 Stunden können Kerzen und Gaskocher in den Wohnungen zu Brandherden werden. Abwässer fluten die Straßen und werden zum Seuchenherd. Nach 72 Stunden befürchten viele, dass das reine Faustrecht regiert. Die österreichischen und europäischen Stromautobahnen sind am Limit. Nicht nur kalte Winter, sondern auch heiße Sommer wie heuer bringen Österreichs Stromversorgung an die Grenze. Allein im August produzierten die heimischen Kraftwerke 20 Tage in Folge deutlich weniger Energie als benötigt wurde. Störungen und Angriffe nehmen stetig zu. Droht uns der große Blackout, ein Stromausfall über mehrere Tage? Oder gar Wochen? Anders als andere Katastrophen, schlägt der Blackout in Sekundenschnelle zu. Ist der Staat auf die moderne Bedrohung vorbereitet. Oder wird die Gefahr komplett unterschätzt?