Insider

01:20 - 04:00
Gesellschaftsdrama, USA 1999
Regie: Michael Mann
Mit: Al Pacino, Russell Crowe, Christopher Plummer, Diane Venora, Philip Baker Hall, Lindsay Crouse, Debi Mazar, Stephen Tobolowsky, Colm Feore
Ein Chemiker verliert seinen Job in der Zigarettenindustrie, als er suchtsteigernde Tabakzusätze kritisiert. Sein Plan, im Fernsehen auszupacken, alarmiert einen rücksichtslosen Gegner. Michael Manns Meisterwerk über eine wahre Begebenheit erhielt sieben Oscar-Nominierungen. In den Hautrollen glänzen Russell Crowe als Chemiker Jeffrey Wigand und Al Pacino als Fernsehjournalist Lowell Bergman, der für seinen Informanten kämpft. Dr. Jeffrey Wigand ist Chemiker und forscht für eine berüchtigte Branche: die Zigarettenindustrie. Der Familienvater verliert seinen Job, als er intern Bedenken gegen suchtsteigernde Zusatzstoffe im Tabak äußert. Beruflich und privat steht er vor einem Scherbenhaufen, als ihn der Fernsehjournalist Lowell Bergman überzeugt, in dem Investigativmagazin "60 Minutes" sein Wissen preiszugeben. Doch beide machen sich nicht nur die Tabakindustrie zum Feind, sondern stoßen auch innerhalb des Senders CBS auf Widerstand. US-Regisseur Michael Mann ("Heat", "Collateral", "Public Enemies") rollt in seinem Thriller "The Insider" von 1999 einen wahren Fall aus den frühen 1990er-Jahren auf. Damals willigte der echte "Insider" Dr. Jeffrey Wigand ein, öffentlich von seiner Forschungstätigkeit in den Labors der Zigarettenhersteller zu berichten. Überzeugt hatte ihn Lowell Bergman, ein Produzent des angesehenen CBS-Magazins "60 Minutes". Während Wigand gegen Klagen und allerlei Nachstellungen der mächtigen Tabakkonzerne zu kämpfen hatte, sah sich Lowell dem Druck der Senderchefs ausgesetzt, die juristische Auseinandersetzungen fürchteten. Die Hauptrollen besetzte Michael Mann mit Russell Crowe, dem die Darstellung des Jeffrey Wigand eine Oscar-Nominierung einbrachte, sowie mit Al Pacino als engagierten CBS-Producer Lowell Bergman. In einer prominenten Nebenrolle ist Christopher Plummer zu sehen, der den "60 Minutes"-Moderator Mike Wallace spielt. Manns Spielfilm gilt als Meisterwerk und war im Jahr 2000 für insgesamt sieben Oscars nominiert, darunter den beiden für Bester Film und Beste Regie. Michael Mann schreckte nicht vor den zahllosen rechtlichen Fußangeln zurück, mit denen der reale Fall belastet ist. "Für mich bot die Geschichte die Möglichkeit, einen Film zu machen, wie ich ihn sonst noch nie gesehen habe", sagte der Regisseur im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zum deutschen Kinostart. "Nie zuvor hat ein Film gezeigt, was in einem Menschen vor sich geht, wenn ein mächtiger Industriekonzern alles daransetzt, sein Leben systematisch zu zerstören. Ich wollte keinen Film gegen das Rauchen machen, sondern mich interessierte das menschliche Drama, der blanke Horror, den Jeffrey Wigand durchlebte."