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23:35 - 00:00
Zeitgeschehen, CH 2019
Der Tourismus boomt in Interlaken - doch nicht alle Einheimischen sind glücklich darüber. Die Zunahme von Gästen aus Ländern wie China, Indien oder Saudi-Arabien sorgt auch für Unbehagen. Doch die Touristiker sagen: Das ist erst der Anfang. Reporter Christof Franzen ist nach Interlaken gefahren, um nachzufragen: Kann ein Ferienort zu viele Gäste haben? Oder sind es einfach die Falschen? Früher dominierten in Interlaken Engländer oder Deutsche. Seit Jahren setzt man vor Ort nun aber auf den asiatischen und arabischen Markt. "Mit dem Geld kommen aber auch Gäste, die fremd wirken", klagen Einheimische. Was manche im Dorf stört: die verhüllten Frauen und Fahrer der Mietautos, welche die Verkehrsregeln nicht kennen, oder die Tatsache, dass inzwischen regelmäßig traditionsreiche Hotels und Geschäfte an Ausländer verkauft werden. Das bringt offensichtlich diffuse Ängste mit sich. Von offizieller Seite hat man zwar Verständnis dafür, dass insbesondere zu Spitzenzeiten, wenn die Destination Interlaken fest in ausländischer Hand ist, ein gewisser "Dichtestress" aufkommt. Aber man weist auch darauf hin, dass das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft sei. "Wir stehen erst ganz am Anfang der Entwicklung", sagt ein Restaurantbetreiber.