Wunderbares Thailand - Naturjuwel im Südosten Asiens

20:16 - 21:57
Natur + Umwelt, GB 2017
Traumhafte Strände, pittoreske Kalksteinfelsen, märchenhafte Gewässer und artenreiche Urwälder: Die atemberaubende Schönheit Thailands übertrifft das Klischee bunter Werbekampagnen. Ein eindrucksvolles Porträt eines Landes, das nicht zwischen Tradition und Moderne stehen will, sondern moderne Tradition zu leben versucht. Dabei ist die Natur Untertan im ursprünglichen Wortsinn: ein nützlicher Partner, für den Verantwortung übernommen wird. Hinter der Fassade des bekannten Klischees als exotisches Feriendomizil entpuppt sich Thailand als spirituelles Land. Hier koexistieren Tradition und Fortschritt, kooperieren Mensch und Tier, eröffnen sich unerwartete Wege, die Natur und Zivilisation nicht als Gegensätze erscheinen lassen. Thailand strotzt nur so vor imposanten Naturschauplätzen: Dichte Urwälder bieten paradiesische Lebensbedingungen für schier unzählige Tier- und Pflanzenarten, kilometerlange Strände mit weißem Sand und Mangrovenwaldküsten dominieren den Süden des Landes. Malerische Gebirgslandschaften und unberührte Wälder im Norden bieten wiederum einen Rückzugsort für seltene Großsäuger wie Leoparden oder Sambarhirsche. Fruchtbare Felder und üppiges Grünland geben dem Zentrum des südostasiatischen Königreiches seine unverkennbare Note. Hier liegt auch die pulsierende Hauptstadt Bangkok. Der Film von Steve Cole, Lara Bickerton und James Hemming gibt einen umfassenden Einblick in das thailändische Königreich. Begegnungen mit der artenreichen Tierwelt in faszinierenden Naturkulissen zeigen Thailand als wahrhaftiges Naturparadies - zu sehen sind unter anderem seltene Aufnahmen von den letzten wildlebenden Tigern und Elefanten außerhalb der Schutzzonen, die farbenprächtige fluoreszierende Unterwasserwelt bei Nacht oder Brydewale und rosa Delfine beim Fischfang im Thailändischen Golf. Ganz gleich ob Mensch oder Tier, ob Stadt oder Land - alles und jedes leistet durch seine bestimmte Wesensart einen Beitrag zum Ganzen, im mehrheitlich von Buddhisten bewohnten Land. Kann ein Riesengecko im Wohnzimmer wirklich nützen? Kann der Ameisenbefall einer Obstplantage keine Plage darstellen? Kann die Invasion eines Affenclans im heiligen Klostergarten willkommen sein? Wenn es nach thailändischer Sichtweise geht: durchaus. Der Idealfall ist ein Weg der Kooperation: Und so arbeiten etwa Fischer tagtäglich mit Delfinen zusammen, Bauern helfen Weberameisen bei der Ausdehnung ihres Imperiums auf der eigenen Plantage und brauchen so kaum Insektenvertilgungsmittel. Gärtnerinnen sammeln in Höhlen den Dung der Mauersegler und säubern im Gegenzug die Niststätten der Vögel. 95 Prozent aller Thailänder bekennen sich zum Theravada-Buddhismus. Tausende Tempel und Statuen in Stadt und Land zeigen, dass Spiritualität nicht bloß als abgehobener Gedanke existiert, sondern durch die alltägliche Praxis der eigenen Handlungsweise zur Basis des Zusammenlebens werden kann. Es zählt die pragmatische Übereinkunft zwischen Mensch, Tier und Natur: Gutes zu tun oder zumindest Schaden zu vermeiden.