Terra Mater

18:35 - 19:20
Natur + Umwelt, A 2017
Regie: Matt Hamilton
Tasmanien hat sich vor Jahrtausenden vom australischen Kontinent abgespalten und ist heute das letzte Stück Land vor dem nächstfolgenden Kontinent, der Antarktis. Auch wenn Australien der direkte Nachbar der Insel ist, haben die Abtrennung und das kühlere Klima aus Tasmanien einen unvergleichlichen Rückzugsort für exotische Tiere und Pflanzen geschaffen, die teils nur in Tasmanien heimisch sind: Weiße Kängurus, tagaktive Wombats, der riesige Tasmanische Süßwasserkrebs, der ameisenfressende Schnabeligel, winzige leuchtende Pilzmückenlarven, der Tüpfelbeutelmarder und natürlich die emblematischen Schnabeltiere und Tasmanischen Teufel tummeln sich in den üppigen Regenwäldern, schneebedeckten Bergen und kristallklaren Gewässern der Insel. Die Tasmanischen Teufel gehören zu den Beuteltieren, sie ernähren sich von Aas, das sie über einen Kilometer riechen können. Tasmaniens Schnabeltiere sind riesig: bis zu dreimal so schwer wie ihre Verwandten auf dem Festland. Ohne Angst vor Raubtieren haben zu müssen, watscheln sie nur auf dem Eiland tagsüber sichtbar zwischen den Flüssen hin und her. Unter Wasser ist das Schnabeltier blind, aber die Elektrorezeptoren seines Schnabels ermöglichen es ihm, die Muskelzuckungen seiner Beutetiere zu erspüren. Die Jahreszeiten sind auf der Insel spürbar stärker ausgeprägt, sie geben den Ton an. Im Winter müssen viele Tiere in verschneiten Landschaften ums Überleben kämpfen. Der nächstliegende Kontinent in Richtung Süden ist die Antarktis. Gegen Ende des Winters, in der Abenddämmerung entern Neuankömmlinge die Küsten, um zu brüten: Zwergpinguine, die kleinsten Pinguine der Welt. Die Filmemacher haben die tasmanischen Inselbewohner beobachtet und spektakuläre Einzelheiten über ihr Verhalten herausgefunden.