Wie das Land, so der Mensch

03:05 - 03:35
Natur + Umwelt, F 2014
In den mediterranen Landschaften der Insel Elba wechseln sich Berge, Wälder und Felsenbuchten ab. Die vor der toskanischen Küste gelegene Vulkaninsel ist weltweit bekannt für ihren Mineralienreichtum. In Rio Marina liegt eine der beeindruckenden Minen der Insel. Schon die Etrusker haben hier Eisenerz abgebaut und zu Eisen verhüttet. Bis in die 1980er Jahre wurde das Eisenerz, vorwiegend Pyrit und Hämatit, kommerziell gefördert. Heute können die Reste des Tagebaus besichtigt werden. Raphaël Hitier durchstreift die Hauptstadt der Insel: Ihr Name Portoferraio bedeutet "Eisenhafen" und ist zurückzuführen auf den Eisenabbau auf Elba. Auch die Ruinen einer prächtigen römischen Villa in Cavo zeugen von dieser blühenden Vergangenheit. Da die Insel wegen ihres Mineralienreichtums und ihrer strategischen Lage sehr begehrt war, wurde sie im 16. Jahrhundert im Auftrag des toskanischen Herzogs Cosimo I. durch den Militärarchitekten Giovanni Battista Belluzzi befestigt, um die Küste der Toskana und die Insel selbst vor feindlichen Angriffen zu schützen. Im 19. Jahrhundert ließ Napoleon I., der nach Elba ins Exil geschickt worden war, als souveräner Herrscher der Insel die Festungsanlagen ausbauen, ein Krankenhaus errichten und Straßen zwischen den einzelnen Dörfern anlegen.