Foals im Pariser Olympia

05:00 - 06:15
Rock + Pop, F 2016
Regie: David Ctiborsky
Von "Cassius" (2008), dem ersten Hit ihrer Karriere, bis zu "Spanish Sahara" (2010) und "My Number" (2012): Das britische Quintett setzte sich durch seine epischen, wilden und radikalen Konzerte als eine der aufregendsten Bands der Gegenwart durch. Bei den Auftritten als Vorgruppe der britischen Rockband Blur im Hyde Park, als Hauptband beim Glastonbury Festival und in der Royal Albert Hall, die sie nicht weniger als drei Mal in zwei Tagen füllten - Foals liefern immer intensive Live-Auftritte ab und gelten mittlerweile als eine der besten britischen Bands von heute. Im Sommer 2015 kehrte die Oxforder Gruppe mit ihrem Album "What Went Down" zurück. Seitdem hat sie, angeführt von dem sehr charismatischen Yannis Philippakis, ihre Krönung auf dem ersten Platz des Podiums der derzeit besten Live-Gruppen klug orchestriert, indem sie beängstigend präzisen Math-Rock mit brutalem Rock als Hommage an ihre maßlose Liebe zum Metal mischte. Davon zeugt dieses Pariser Konzert, in dem sich die zuerst ruhige Gruppe von den ersten Titeln an in eine schweißtreibende Maschine verwandelt: Die in Spiel und Interpretation höchst intensiven Engländer frönen darin ihrer Lust, die Massen schwungvoll und entschlossen aufspringen zu lassen. Am Ende zeigen sie selbst vollen körperlichen Einsatz: Sie rollen sich auf dem Boden und stürzen sich vom Rang des Olympia in den Orchestergraben hinunter. Spoiler: Yannis Philippakis ist ohne den kleinsten Kratzer davongekommen!