makro

21:00 - 21:30 // Wirtschaft in 3sat
Wirtschaft + Konsum, D 2018
Der freie Handel hat viele Jahre die Konjunktur angetrieben. Doch der Protektionismus ist weltweit auf dem Vormarsch und hinterlässt schon deutliche Spuren in der globalen Ökonomie. Immer mehr Regierungen schotten ihre Industrien vor ausländischer Konkurrenz ab. Jüngstes Beispiel ist Donald Trump, der einige Handelsabkommen aufkündigen und Strafzölle einführen will, um die Wirtschaft in der USA zu stützen. Mit seinem "lokalen Denken" will Trump Amerika wieder groß machen. Doch genau diese Methode hat schon einmal nicht funktioniert: 1929, nach dem großen Börsencrash, hatten sich die USA auch dem Protektionismus verschrieben. In Folge schrumpfte der Welthandel damals um ein Drittel. Es gibt Untersuchungen, mit welchen Maßnahmen Regierungen versuchen, den heimischen Markt zu schützen. Dazu gehören zum Beispiel Zölle, Quoten, Subventionen, Prämien und Ausnahmeregeln. Allein in den G-20-Staaten gab es 2016 fast 350 solcher Maßnahmen. Wohin dieser Isolationismus führen kann, zeigten unlängst die Finanzminister der Industrie- und Schwellenländer (G20). Bei ihrem Treffen in Baden-Baden konnten sie sich nicht einmal mehr auf ein Bekenntnis für freien Handel und gegen Protektionismus verständigen.