Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra

20:15 - 21:46
Klassische Musik, A 2018
Werke: Peter I. Tschaikowski: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Claude Debussy: "La Mer - Trois Esquisses Symphoniques"
Alexander Skrjabin: "Le Poème de l'Extase" op. 54
Das West-Eastern Divan Orchestra ist eine real gewordene Utopie. Das israelisch-palästinensische Orchester beweist jeden Tag, dass Frieden im Nahen Osten möglich ist. Gegründet 1998, ist das Orchester unter der Leitung von Daniel Barenboim zu einem erstklassigen Ensemble gereift und regelmäßig zu Gast bei den Salzburger Festspielen. 2018 stehen drei Schlüsselwerke aus Spätromantik und Impressionismus auf dem Programm. Tschaikowskis "Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35" wurde 1881 in Wien uraufgeführt. Mit seinen ungemein sanglichen und eingängigen Melodien wurde es schnell zu einem großen Erfolg, nicht nur beim Publikum. Denn trotz aller spieltechnischen Schwierigkeiten, ist das effektvolle Konzert auch ein dankbares Bravourstück für Virtuosen. Alexander Skrjabin komponierte "Le Poème de l'Extase" zwischen 1905 und 1908. Die Sinfonische Dichtung, die Skrjabin selbst gern als "Sinfonie" bezeichnete, ist eine der farbenreichsten Kompositionen aus der vor Kreativität geradezu berstenden Spätphase der musikalischen Romantik. "La Mer" wurde 1905 in Paris uraufgeführt. Claude Debussys "drei symphonische Skizzen" sind geradezu exemplarisch für den musikalischen Impressionismus. In drei Sätzen evoziert Debussy, der ursprünglich Seemann werden wollte, die Stimmung verschiedener Tageszeiten am Meer. Dabei löst er sich konsequent von den formalen Anforderungen an eine Sinfonie zugunsten eines frei fließenden, assoziativen Melos. Da heißt es ganz einfach sich zurücklehnen und den Tag am Meer genießen. Redaktionshinweis: 3sat setzt den diesjährigen "Festspielsommer" am Samstag, 1. September, um 20.15 Uhr mit "Ballet de Monte Carlo" fort.