Österreich I

21:55 - 23:30
Geschichte, A 2013
ie neunte Folge von "Österreich I", Hugo Portischs und Sepp Riffs große Dokumentationsreihe in der Neubearbeitung von ORF III, spiegelt die Zeit vom November 1938 bis zum März 1939 wider. In diesen Monaten wird das wahre Gesicht des nationalsozialistischen Regimes immer deutlicher sichtbar und erster Widerstand regt sich vonseiten verschiedener Gruppen in Österreich. Mit dem 9. November 1938 nimmt die Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland neue Dimensionen an: In der "Reichskristallnacht", wie sie die Nationalsozialisten nennen, werden hunderte Synagogen in Brand gesteckt und jüdische Geschäfte geplündert, Zehntausende Juden werden verhaftet. Mit diesem Ereignis beginnt der organisierte Terror gegen die jüdische Bevölkerung. In Österreich macht sich erster Frust nach der Anschlusseuphorie breit. Zahlreiche Funktionäre werden durch Funktionäre aus dem Altreich ersetzt. Die Gegensätze zwischen Österreichern und Deutschen aus dem Altreich werden immer deutlicher, es kommt zu ersten Spannungen und zur Entwicklung eines lokalen Patriotismus. Dies findet unter anderem in der Aufführung eines Stückes des "Wiener Werkel" seinen Ausdruck. Erster Widerstand wird in Österreich sichtbar.