Die fantastische Geburt der Sterne

06:15 - 07:10
Astronomie, GB 2015
Regie: Toby MacDonald
Zwar sind sich die Forscher darin einig, dass die Entstehung des Universums vor mehr als 13 Milliarden Jahren mit dem Urknall begann. Doch das Ergebnis war zunächst ein finsterer, nicht besonders aufregender Kosmos. Es gab weder Sterne noch Galaxien - nichts außer gewaltigem Wasserstoffnebel. Daher wird dieses Stadium auch als das "dunkle Zeitalter" des Kosmos bezeichnet. Später, nach 100 Millionen Jahren kosmischer Finsternis, trat mit der sogenannten Cosmic Dawn, der "kosmischen Dämmerung", ein spektakulärer Wandel ein: Die ersten Sterne leuchteten auf, das Universum erstrahlte und frühe Lebensformen entstanden. Dies war der eigentliche Moment der Schöpfung.Die Dokumentation nähert sich unseren Wissenslücken über das Universum und beleuchtet die neusten Projekte von fünf Astronomen: Steven Tingay (Curtin University), Avi Loeb (Harvard University), Stefan Keller (Australian National University), Tom Abel (Stanford University) und Volker Bromm (University of Texas) versuchen, der Geburtsstunde der Sterne auf den Grund zu gehen. Dazu wollen die Wissenschaftler vor allem die ersten Sternengenerationen und die Entstehung der Galaxien erkunden. Mittels neuester Technik - darunter niederfrequente Radioteleskope oder auch das "SkyMapper"-Teleskop zur Erfassung des chemischen Fingerabdrucks - spüren sie die allerersten Sterne des Universums auf, um ihre Entstehungsgeschichte nachzuvollziehen. Dabei stellt sich heraus, dass diese frühen Gestirne bis zu 100-mal massiver, 20-mal heißer oder auch 10 Millionen Mal heller als die Sonne sein konnten und quasi schwermetallfrei waren. Atemberaubende Spezialeffekte, beeindruckende Bilder und ein sehr origineller Soundtrack machen die Dokumentation zu einem spektakulären Erlebnis.