Reagan und Gorbatschow - Der letzte Akt des Kalten Kriegs

23:55 - 00:50
Zeitgeschichte, A 2016
Ronald Reagan und Michail Gorbatschow - diese zwei Politiker leiteten das Ende des Kalten Kriegs ein. Anfang der 1980er Jahren schien Frieden zwischen den beiden Supermächten USA und Sowjetunion fast unmöglich. Ronald Reagan, seit 1981 Präsident Amerikas, hatte die Sowjetunion zuvor noch als "Reich des Bösen" bezeichnet. So war die Situation als Michail Gorbatschow zum Generalsekretär der kommunistischen Partei wurde. Als De-facto-Anführer der Sowjetunion führte er die Konzepte Glasnost ("Offenheit") und Perestroika ("Umstrukturierung") ein. Begriffe, die wie kaum andere in die Geschichte Russlands eingegangen sind. Es kam zu historischen Treffen mit Margaret Thatcher und schließlich auch mit Ronald Reagan. Der Versöhner Gorbatschow und der Hardliner Reagan, zwei Politiker die unterschiedlicher nicht sein könnten leiteten schließlich das Ende des Kalten Krieges ein. Doch ist dieser Konflikt tatsächlich verschwunden? Ist die Situation in Osteuropa heute - Zustände die an den Kalten Krieg erinnern - eine Erbschuld dieses Duells zwischen Ronald Reagan und Michail Gorbatschow vor 30 Jahren? Denn obwohl beide das Ende eines 4o Jahre dauernden Konfliktes einleiteten indem sie sich darauf einließen den anderen zu treffen und zu verhandeln blieben viele Fragen ungelöst. Fragen für die heute noch genauso wenig Antworten gefunden wurden wie damals. Was für Absichten hegten beide Seiten? Ging es darum eine Lösung zu finden oder lediglich den Gegner auszustechen? War Reagans aggressive Politik damals ein Auslöser für notwendige Reformen in der Sowjetunion? Die Antworten zu diesen Fragen sind komplett unterschiedlich - je nachdem ob man sie in Russland stellt oder im Westen. Kurz, man steht genau dort wo man vor 30 Jahren schon stand - in einer Pattsituation.