Meryns Sprechzimmer

02:45 - 03:35
Gespräch, A 2019
Masern sind keine Kinderkrankheit und Impfen kein Kinderspiel. Laut WHO hätten die Masern eigentlich bis 2020 weltweit ausgerottet werden sollen, doch die Realität sieht anders aus, die Zahl der Masern-Erkrankungen steigt momentan in ganz Europa drastisch an. Im Jahr 2017 hat es in Österreich 95 Ansteckungen gegeben, im ersten Halbjahr 2018 wurden bereits 62 Masern-Fälle gemeldet. Ist das der generellen Impfskepsis geschuldet und spielen andere Faktoren eine Rolle. Auch der Leiter des Impfreferates der Österreichischen Ärztekammer Dr. Schmitzberger rät dringend zur Impfung und dazu, generell den Impfstatus regelmäßig zu kontrollieren. Ungeimpfte Personen profitieren generell von der Herdenimmunität der Geimpften. Aber wie lange noch? Allerdings zeigen sich manche Eltern skeptisch und verzichten lieber auf eine Impfung. So auch bei der Masern-Impfung. Experten meinen, die Folgen können in einigen Jahren drastisch sein. Doch woher kommt diese Skepsis und Impfmüdigkeit? Tut mehr Aufklärung not? Wie verläuft die Zulassung für Impfstoffe und deren Sicherheit? Und sollte Österreich eine Masern- Impfpflicht einführen? Diese und weitere Fragen werden im Zuge des Themenabends "Immunsystem und Impfen" unter der Gesprächsleitung von Internist Prof. Siegfried Meryn im kontroversen Gespräch in MERYNS sprechzimmer zwischen Dr. Barbara Tucek, Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen und Mitglied des Nationalen Impfgremiums, Prim.i.R. Univ.-Prof. Dr. Ingomar Mutz, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, Impfgutachter und Medizinhistoriker, sowie Dr. Gerald Bachinger, Leiter der NÖ Patientenanwaltschaft und Sprecher der PatientenanwältInnen geklärt. (Gesundes Gespräch 2019)