Im Zentrum

22:10 - 23:05
Diskussion, A 2019
Knapp 1000 Tage nach dem Votum der britischen Bevölkerung, die EU zu verlassen, und zwei Wochen vor dem geplanten Austrittstermin steht man in London, aber auch in Brüssel, vor einem politischen Scherbenhaufen. Unzählige Abstimmungen in den letzten Wochen im britischen Unterhaus machten nur eines klar, nämlich dass alles immer unklarer wird. Das Parlament ist gegen den Deal mit der EU, zugleich gegen einen No-Deal, gegen ein zweites Referendum, zugleich gegen Neuwahlen und gegen den Rücktritt der Premierministerin. Jetzt kennt sich niemand mehr aus, die Diplomatie scheint am Ende. Der Austrittstermin 29. März scheint vom Tisch, das Unterhaus stimmte für eine Verschiebung. Nur, was soll sich dadurch an der verfahrenen politischen Situation ändern? Werden die Briten womöglich noch an der EU-Parlamentswahl Ende Mai teilnehmen, um sich dann zu verabschieden? Welche Lösung kann es beim EU-Gipfel in Brüssel Ende kommender Woche geben? Und was bedeutet die allgemeine Ratlosigkeit und Verwirrung für Europas Politik und Wirtschaft? Darüber diskutieren bei Claudia Reiterer: Gernot Blümel Europaminister, ÖVP Leigh Turner Britischer Botschafter in Österreich Mariana Kühnel stv. Generalsekretärin, Wirtschaftskammer Österreich Melanie Sully Politologin, Institut Go-Governance Tessa Szyszkowitz "Profil"-Korrespondentin in London